Sie sind hier: Startseite / Publikationen

Publikationen

Begleitend zur Ausstellung gibt es – außer dieser schönen Website – ein Lesebuch und ein Hörbuch:


 

Iris Nölle-Hornkamp (Hg. für das Jüdische Museum Westfalen)
Heimatkunde. Westfälische Juden und ihre Nachbarn 

heimatkunde-buchcoverDieses Lesebuch schlägt eine neue Blickrichtung auf jüdisch-nichtjüdische Nachbarschaft und ihr Zerbrechen im 19. und 20. Jahrhundert vor: verschiedenste Positionen zum Thema Heimat, Heimatrecht, Heimatliebe, Heimatverlust und multiple Heimaten werden sichtbar, bis hin zu den Selbstverständnissen jüdischer Einwanderer der letzten 20 Jahre.
Jüngere und renommierte Wissenschaftler und weitere Autoren steuern systematische Analysen und kleinere Schlaglichter bei, z. B. über Landjuden und Akkulturation in Westfalen, jüdischen Patriotismus und Bürgerrechtskampf, Juden in Vereinen und Kommunalpolitik, jüdische Handwerker und Landwirte, Heimatverlust und Remigration, Verfolgung und Selbstbehauptung.
Mit Beiträgen von Reinhard Rürup, Ulrike Schneider, Olaf Blaschke, Cordula Lissner, Gisela Möllenhoff, Fritz Ostkämper, Julian Voloj, Christina Goldmann, Arno Herzig, Andreas Meyer, Lore Shelley, Aubrey Pomerance, Jewgenij Kagan, Ruth Weiss u. a.

Erschienen im Oktober 2014 im Klartext-Verlag, Essen
287 Seiten, zahlr. Abb., Hardcover, 29.95 €
ISBN: 978-3-8375-1238-0

Möchten Sie einen Blick ins Inhaltsverzeichnis werfen?


 

„Und alles lebt, was einst mit mir hier lebte“.
Westfälische Heimat – Jüdische Nachbarn
Ein Hörbuch von J. Monika Walther

Über viele Jahrhunderte haben in Westfalen Menschen christlichen und jüdischen Glaubens in den Städten und auf dem Land miteinander oder zumindest nebeneinander gelebt. Gerade im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurde das westfälische Kulturleben in vielfältiger Weise durch jüdische Intellektuelle, Pädagogen, Künstler und Wissenschaftler bereichert. Die NS-Diktatur hat diesen kulturellen Reichtum jüdisch-westfälischen Lebens in wenigen Jahren brutal zerschlagen.
Die Auseinandersetzung mit der Entrechtung, Verfolgung und Vernichtung der jüdischen Bevölkerung im „Dritten Reich“ bleibt eine der zentralen Aufgaben historischer Bildung. Eine regionalhistorische und biographische Herangehensweise kann dabei wichtige lebensweltliche Brücken schlagen. Was geschah hier vor Ort in den Jahren, bevor sich die Deportationszüge nach Osten in Bewegung setzten und die Schlote der Gaskammern zu rauchen begannen? Wie vollzogen sich die Schritte der Diskriminierung und Verfolgung fern der nationalsozialistischen Herrschaftszentren in Städten und Dörfern der westfälischen Provinz? Und wie erlebten die jüdischen Bürger, die seit Generationen mit und neben ihren christlichen Nachbarn gelebt hatten, den schleichenden Prozess der Ausgrenzung bis hin zur physischen Vernichtung?
hörbuch-coverSo wichtig solche Fragen sind, so sehr sollten wir uns aber davor hüten, jüdische Geschichte in Westfalen nur aus der Perspektive der Jahre 1933 bis 1945 zu betrachten und auf den Holocaust zu reduzieren. Deshalb thematisiert dieses Hörbuch auch und gerade die Geschichte jüdischen Lebens in Westfalen vor und nach der Shoa; die Bedingungen, Phasen und Erfahrungen des Zusammenlebens von Juden und Nichtjuden von den Anfängen im Mittelalter bis in die höchst lebendige Gegenwart heutiger jüdische Gemeinden. Wenn man so will, geht es um westfälische Heimat in jüdischer Perspektive, um das Jüdische an Westfalen und das Westfälische am Judentum.
Das alles wird von J. Monika Walther konsequent aus der Perspektive und mit den Worten jüdischer Personen erzählt, als eine beeindruckende und höchst anrührende O-Ton-Collage von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen – längst verstorbener ebenso wie quicklebendiger.

„Und alles lebt, was einst mit mir hier lebte“
Art.Nr.: T-CD-014-500260 – 14,90 EUR zzgl. 2,60 Euro Versandkosten
Dieses Hörbuch ist ab im Jüdischen Museum Westfalen (Dorsten) erhältlich sowie lieferbar über den Webshop des LWL-Medienzentrums für Westfalen.

 


 

Weitere Titel zur jüdischen Regionalgeschichte, zur jüdischen Kultur  und zu jüdischen Biografien auf der Website des Jüdischen Museums Westfalen

Kommentare sind geschlossen.

Nach oben scrollen