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„Heimatkunde“ – was soll das?

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„Heimat“ – das sind: Orte – Lebensumstände – Herkunft – Familie – Anerkennung – Vaterland – Muttersprache – Kindheitsbilder – Geborgenheit – Freunde – Ideen – Landschaften – Rechte – Gerüche –  Werten – Menschen ….

Diese Internetseite zeigt Geschichten, Bilder und Dinge aus der Dorstener Ausstellung „Heimatkunde“ von 2015, aber auch viele zusätzliche  Fundstücke zum Thema „jüdische Heimat Westfalen“, und sie wird noch weiter wachsen mit Beiträgen zu den Themen: Wie fühlen sich „dazugehören“ und „nichtdazugehören“ für eine Minderheit an? Seit wann gab es überhaupt Bürgerrechte und Sesshaftigkeit für Juden in Westfalen, wie wurden sie erreicht oder erkämpft? Was machten jüdische Bürger, Kaufleute, Handwerker, Intellektu­elle aus ihren Mitgestaltungsrechten in Städten und Regionen Westfalens, welche Spuren hinterließen sie im Ortsbild, in der Kultur, in den Gewohnheiten der Region? Und wel­che Entwicklungen führten zur Aberkennung dieser Rechtspositionen? Wie reagierten westfälische Juden auf diesen Rückfall der 1930er Jahre und das Exil? Gibt es jüdische Heimatdichter? Schießen jüdische Schützen anders? Machen Heimatgefühle überhaupt einen Sinn? Gibt es eine „Heimat Westfalen“ für heutige Juden?

Geschichte und Geschichte(n) über eine Minderheit in unserer Region

Es geht hier also um Schlachter, Kaufleute, Dichter, Bauern, Soldaten, Wandergesellen, Sammler, Flüchtlinge, Rennfahrer, Zuwanderer und Schützenkönige, um Geleitbriefe, Orden, Postkartenkollektionen sowie andere Erinnerungsstücke, um viele Sorten von „Heimat“, Nachbarschaft und mehr.

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Fotos: Rüdiger Hornkamp

Neue Fragen an die jüdische Geschichte

Haben Juden ein anderes Verhältnis zu ihrer Heimat? Oder ist das schon eine judenfeindliche Annahme?
Wenn Juden und Jüdinnen in Westfalen eine von der Mehrheit unterscheidbare Geschichte haben, so geht dies in erster Linie auf die Schwierigkeit zurück, überhaupt ein „Heimatrecht“ zu erlangen. Der Kampf um ein solches Recht, zugleich einer ums Bürgerrecht, durchzieht die letzten beiden Jahrhunderte. Wir können ihn beobachten in Dörfern und Städten, in Vereinen und Nachbarschaften, in der Teilhabe an Kultur und Wirtschaft.

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