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Haben auch Bücher eine Heimat? Zwei Gebetbücher von 1833

„Auch Bücher haben ihr Schicksal“ lautet ein altes (lateinisches) Sprichwort; haben sie auch eine Heimat?

Eine Reise Dorsten – Chicago – Dorsten haben zwei ganz besondere Bände hinter sich:  Im November 2014 landete im Dorstener Jüdischen Museum ein Paket aus Wisconsin/USA: Edward Eisendrath – einer der Teilnehmer des schon legendären Eisendrath-Familientreffens 2010 in Dorsten – schickte aus dem Nachlass seines Vaters zwei Bücher: zwei Gebetbücher nach aschkenasischem Ritus aus dem Jahre 1833, die laut handschriftlichem Eintrag seinem Urgroßvater David Samson Eisendrath in Dorsten gehört haben, mit dessen Emigration 1857 in die USA kamen und nun in die Dorstener Museums-Sammlung gelangen.

Gebetbuch-Band1

Ein Blick in Band 1 der Gebetbücher

Die Bände stammen aus einer sehr bekannten jüdischen Druckerei in Sulzbach (Bayern). Sie enthalten den hebräischen Text des „Machsor“ und eine (jüdisch-) deutsche Übersetzung und einen ebenfalls (jüdisch-) deutschen Kommentar. Band 1 ist für die Hohen Feiertage Rosch HaSchanah und Jom Kippur gedacht, Band 2 für die Festtage Sukkot, Pessach und Schawuot.

Die Bände werden nach Möglichkeit bald restauriert und dann in Dorsten ausgestellt.

(Übrigens: zur Familiengeschichte der Eisendraths gibt es eigene englischsprachige Internetseiten!))

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