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HEIMWEH

Die Sehnsucht nach einer verlorenen Heimat kennt viele Formen. Meist drückt sie sich im erinnernden Festhalten an einem besonders geliebten Teil der Heimat aus, aber das kann vieles sein: ein Bild, ein Ding wie etwa ein Werkzeug, Sprache und Literatur, ein Geruch von Wald oder Großmutters Kochkünsten. Auch der Wunsch nach Rückkehr kann zu den Reaktionen gehören.
Die vom NS-Regime aus Deutschland vertriebenen Juden weisen das ganze Spektrum dieser Möglichkeiten auf, so in der Pflege deutscher Kleidungssitten, Backtraditionen, Handwerke, Hochkultur…

“ Wenn ich nach Deutschland komme, zieht es mich beinahe automatisch in den Wald hinein, da will ich spazieren gehen und mich hinlegen. Das ist mir geblieben von meiner frühen Heimat. ”

- Uri Avnery -

„Oktober-Deportation“ 1938

„Polen-Aktion“ hieß im Nazi-Jargon die Abschiebung Tausender in Deutschland lebender polnischer Juden im Oktober 1938. Reichsweit wurden ungefähr 17.000 Juden ... Mehr lesen »

Wozu Erinnerungen festhalten?

Die Sehnsucht nach verlorener Heimat kennt viele Formen eines erinnernden Festhaltens des Verlorenen. Meist schiebt sich ein beispielhafter Ausschnitt ins ... Mehr lesen »

“ Mein Verlustgefühl war überlagert von einer alles beherrschenden Dankbarkeit dafür, dass ich in den Vereinigten Staaten eine zweite, bessere Heimat gefunden hatte. ”

- Fritz Stern -

“ Sechs meiner Vorfahren haben ihre Augen in Werther zum ewigen Schlaf geschlossen; wo wird man mein müdes Haupt dereinst zur ewigen Ruhe betten? ”

- Alfred Weinberg -

“ Es gibt keine 'neue Heimat'. Die Heimat ist das Kindheits- und Jugendland. Wer sie verloren hat, bleibt ein Verlorener. ”

- Jean Améry -

“ Das allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war: Heimat.« ”

- Ernst Bloch -

“ Ich liebe Deutschland, die Kultur, die Landschaft und die Menschen. Aber ich kann nicht sagen, dass Deutschland meine Heimat wäre. Meine Heimat existiert in meinem Herzen, in meiner Seele. Zurück zu dem Ort und in die Zeit meiner Geburt, meines Studiums und meiner ersten Arbeit kann ich nicht. ”

- Tanya Smolianitski -

“ Schön war die Fremde; doch Ersatz. Mein Heimweh hieß Savignyplatz. ”

- Mascha Kaleko -

“ Mich trieb von Berlin nach Amerika ein Abschnitt der jüngsten Geschichte. Nun sitz ich im fernen New York, U.S.A. und schreibe dort – deutsche Gedichte. ”

- Mascha Kaleko -
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